Die wichtigsten Zweige der Wissenschaft

Der Begriff der Wissenschaft beschreibt sowohl das Erlangen von neuem Wissen und neuen Erkenntnissen durch die methodische Durchführung von Forschungen, als auch das Vermitteln des erlangten Wissens an nachfolgende Generationen zum Zwecke weiterer, auf diesen Erkenntnissen aufbauender, Forschungsergebnisse. Dabei lässt sich die Wissenschaft nicht als ein gesamtes Gebilde betrachten, sondern gliedert sich in mehrere Wissenschaftszweige, die sich wiederum in mehrere spezielle Teilbereiche gliedern lassen. Ausgehend von der klassischen Einteilung der Wissenschaft wird nach der heute herrschenden Meinung zwischen den Wissenschaftszweigen der Naturwissenschaften, den Sozialwissenschaften sowie den Geisteswissenschaften unterschieden.

Die Naturwissenschaften als das klassische Bild der Wissenschaft

Der Wissenschaftszweig der Naturwissenschaften wird durch sein Vorkommen im Bildungssystem sowie durch die von Laborversuchen geprägte Forschungsweise von den meisten Menschen als erstes mit dem Überbegriff der Wissenschaft in Verbindung gebracht. Die Naturwissenschaften beinhalten die Teilbereiche der Biologie, Physik, Chemie sowie der Geologie, die sich jeweils mit der Formulierung von Hypothesen, der Überprüfung von diesen in Form von Experimenten sowie der anschließenden Interpretation der Ergebnisse befassen. Dabei wird innerhalb der Teilbereiche ausschließlich Bezug auf Problemstellungen
genommen, die sich mit der belebten sowie mit der unbelebten Natur befassen. Innerhalb dieser Teilbereiche kommt es zu Verflechtungen, die sich mit der Betrachtung des Zusammenspiels zweier Teilbereiche beschäftigen. Zu diesen interdisziplinären Teilbereichen zählen Wissenschaften wie die biologische und physikalische Chemie sowie die Wissenschaft der Geophysik.

Was wir durch die Wissenschaft über uns selbst lernen

Die Bereiche der Sozialwissenschaften sowie der Geisteswissenschaften werden auf Grund ihrer Alltäglichkeit häufig erst auf den zweiten Blick als wissenschaftliche Teilbereiche wahrgenommen.
Zwischen den Wissenschaftszweigen der Geisteswissenschaften und der Sozialwissenschaften, die bezüglich ihrer Thematik auch als Gesellschaftswissenschaften bezeichnet werden, besteht eine enge Verknüpfung. Innerhalb des Wissenschaftszweiges der Sozialwissenschaften werden soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge untersucht und die Wirkungen von diesen auf die einzelnen Individuen, die die untersuchte Gesellschaft bilden, betrachtet. Auf Grund der komplexen Zusammenhänge, die innerhalb einer Gesellschaft auftreten, deckt der Bereich der Sozialwissenschaften ein sehr weites Feld ab. Die wichtigsten Teilbereiche stellen dabei die Rechtswissenschaften, die Religionswissenschaften, der Bereich der Soziologie sowie die Politikwissenschaften dar, welche zusammen das Grundgerüst der zu betrachtenden Gesellschaft bilden. Einen besonders hohen Stellenwert nehmen außerdem die Betriebswirtschaftslehre sowie die Volkswirtschaftslehre in der heutigen Gesellschaft ein. Der Begriff der Geisteswissenschaften hingegen ist weniger genau definiert und stellt einen Sammelbegriff für Wissenschaften dar, die gesellschaftlichen Aspekte untersuchen, wobei der Mensch bei diesen Untersuchungen im Vordergrund steht. Während die Sozialwissenschaft die Gesellschaft an sich erforscht, befassen die Geisteswissenschaften sich mit dem Menschen, der die Gesellschaft bildet.

Die Forschung bringt weitere Wissenschaften hervor

Mit der zunehmenden Komplexität unserer Welt erschließen sich immer weitere wissenschaftliche Teilbereiche, die sich teilweise nicht eindeutig den gängigen Wissenschaftszweigen zuordnen lassen. So entwickelte sich im Zuge der Entwicklung neuer Technologien die Wissenschaft der Informatik sowie die Ingenieurswissenschaften, welche Schnittstellen zwischen den bisher bekannten Wissenschaften darstellen.

Foto: paolo toscani – Fotolia

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