Eine Million Elektroautos soll es bis zum Jahr 2020 auf deutschen Straßen geben. So lautet zumindest das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung. Doch wie weit ist die Technik der “Stromer” wirklich?
Elektroautos werden durch ein Magnetfeld angetrieben. Die Energie für dieses Magnetfeld liefert ein Akku auf Basis von Lithium in Kombination mit diversen anderen Elementen. Ein voll geladener Akku stellt dabei genug Energie zur Verfügung um ca. 300-500 km Fahrtstrecke bewältigen zu können. Der Akku kann mit normalem Strom aus der Steckdose aufgeladen werden.
Vorteile:
- geringe Kosten im Unterhalt: Strom ist heute definitiv billiger als Benzin oder Diesel.
- hohe Umweltfreundlichkeit: Bei der Nutzung eines Elektroautos entstehen kaum klimaschädigende Emissionen. Natürlich kann auch damit argumentiert werden, dass auch bei der Stromerzeugung derartige Emissionen entstehen. Diese sind aber bei der derzeitigen Art der Stromerzeugung noch immer geringer als die Summe der Abgase herkömmlicher Verbrennungsmotoren.
- geräuscharm
- niedrige Steuern und Kosten der KFZ-Versicherungen
- Die Batterie ist weniger wartungsintensiv als die herkömmlicher Verbrennungsmotoren
Nachteile:
- Aufgrund der niedrigen produzierten Stückzahlen haben die Fahrzeuge einen relativ hohen Kaufpreis.
- niedrige Reichweite verglichen mit herkömmlichen Autos
- niedrige Lebensdauer der Batterie von 3-5 Jahren
- lange Ladezeiten
- geringe Dichte an Stromtankstellen
Die neuen Elektroautos sind recht sportlich und schnell, was verglichen mit früheren Modellen einen enormen Fortschritt darstellt. Die Fahrzeuge eignen sich für Kurzstrecken, was sie zu einem interessanten Stadtauto macht. Nur wenige Verbraucher fahren mehr als 500 km pro Tag, Urlaubsreisen natürlich ausgenommen. Möglich ist es für längere Strecken einen Zweitwagen mit herkömmlichem Motor zu fahren, ein Auto zu leasen oder direkt ein Auto mit einem Hybridantrieb zu kaufen, bei dem der Verbrennungsmotor im Bedarfsfall zugeschaltet wird. An der Reichweite der Elektrofahrzeuge wird auch weiterhin geforscht, um diese zu verbessern. Eine andere Herausforderung stellt das geringe Angebot an Stromtankstellen dar. Zwar kann zu Hause das Auto bequem in der Garage aufgeladen werden, doch auch Unterwegs sollten Möglichkeiten vorhanden sein, um das Auto aufzuladen. Denkbar ist, Ladestationen in öffentlichen Parkhäusern, Parkplätzen oder zum Beispiel beim Arbeitgeber zu installieren.
Nicht nur die großen Automobilhersteller haben diesen Zukunftsmarkt im Visier, auch kleinere Hersteller haben Elektroautos schon heute im Programm. Wenn der Ölpreis sich weiter nach oben entwickelt, so wird das Elektroauto eine gute Alternative darstellen. Sicher steckt die Technik noch etwas in den Kinderschuhen. Aber das Potential ist gigantisch, wenn die Problematik der Reichweite und des Tankstellennetzes gelöst werden. Die Verbraucher müssen eine Entwicklung in diesem Bereich einfordern. Je mehr Elektroautos produziert werden, desto geringer wird der Preis sein. Ein wenig umdenken ist dabei auch gefragt: ein geräuschloses Auto entspricht nicht den Vorstellungen eines rassigen Motors.
Langfristig ist das Elektroauto das Fortbewegungsmittel der Zukunft, da wir so unabhängig von den ölproduzierenden Staaten und deren Preisentwicklung werden und die Umweltverträglichkeit mehr in den Vordergrund rücken wird. In verschiedenen Modellregionen wird die Praxistauglichkeit der modernen Elektroautos bereits getestet.
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